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BentapDatenschutz · 5 Min. Lesezeit

Linktree-Alternative mit DSGVO im Blick: worauf achten

Warum viele deutsche Nutzer wegen der DSGVO nach einer Linktree-Alternative suchen, und was bei jedem Link-in-Bio-Tool konkret zu prüfen ist.

Bentap

Wer „Linktree Alternative DSGVO“ sucht, sucht meistens nicht nach einem anderen Design, sondern nach einer konkreten Antwort auf eine konkrete Sorge: Wo landen die Daten der eigenen Besucher, und wer haftet, wenn dabei etwas schiefgeht. Das ist keine Nebensächlichkeit – für ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland oder der EU ist das eine reale Prüfpflicht, keine Formsache.

Was die DSGVO von einem Tool überhaupt verlangt

Die DSGVO unterscheidet zwischen dem Verantwortlichen (in der Regel das Unternehmen, das die Seite betreibt) und dem Auftragsverarbeiter (der Anbieter des Tools, wenn er personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet). Wer ein Link-in-Bio- oder Kartenvisiten-Tool nutzt, bleibt selbst datenschutzrechtlich verantwortlich – die Wahl des Anbieters entbindet nicht von dieser Pflicht. Praktisch heißt das: ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) sollte verfügbar sein, sobald ein Tool irgendwelche personenbezogenen Daten von Besuchern verarbeitet, und die Datenschutzerklärung des Anbieters sollte konkret benennen, was erhoben wird und warum.

Die konkrete Prüfliste für jedes Tool

Vier Fragen lassen sich bei praktisch jedem Anbieter in wenigen Minuten beantworten, wenn die Datenschutzerklärung ehrlich geschrieben ist: Werden Cookies auf der öffentlichen Profilseite gesetzt, oder nicht? Werden IP-Adressen der Besucher gespeichert, oder nur aggregierte Zählwerte? Kann man die eigenen Daten exportieren, ohne den Support anzuschreiben? Und lässt sich ein Konto tatsächlich löschen, statt nur zu deaktivieren? Ein Anbieter, der auf keine dieser vier Fragen eine klare Antwort in der eigenen Datenschutzerklärung gibt, verdient einen zweiten, kritischeren Blick.

Was Bentap bei diesen vier Punkten konkret macht

Bentaps Profilseiten setzen keine Cookies und speichern keine IP-Adressen von Besuchern; die Statistik pro Profil zählt Aufrufe, Klicks und grobe Standortangaben (Land, Stadt, Gerätetyp) rein serverseitig, ohne Tracking-Mechanismus für den einzelnen Besucher. Der eigene Datenexport steht unter /api/account/export als JSON-Datei bereit, die Löschung unter /api/account/delete – letztere ist ein „Soft Delete“, der in der nächtlichen Bereinigung tatsächlich entfernt wird, statt das Konto nur unsichtbar zu schalten. Das sind vier von vier konkreten Antworten, nicht ein allgemeines Versprechen.

Was ein Tool damit noch nicht garantiert

Ehrlich bleiben heißt auch: die vier Punkte oben beantworten nicht jede DSGVO-Frage. Wo genau ein Anbieter seine Server betreibt, welche Drittanbieter im Hintergrund technisch beteiligt sind, und ob ein AVV im Einzelfall die eigenen Anforderungen abdeckt – das bleibt eine Prüfung, die für jedes Tool einzeln zu machen ist, nicht etwas, das eine einzelne Marketingseite abschließend beantworten kann. Wer diese Fragen für das eigene Unternehmen verbindlich klären muss, sollte sie direkt an den jeweiligen Anbieter stellen, nicht nur an dessen Werbetext.

Checkliste für die eigene Prüfung

PrüfpunktWorauf achten
Cookies auf der ProfilseiteWerden sie gesetzt, und wenn ja, wofür
Gespeicherte BesucherdatenIP-Adressen, oder nur aggregierte Zählwerte
DatenexportSelbstständig möglich, ohne Support-Anfrage
KontolöschungEchte Löschung, nicht nur Deaktivierung
AuftragsverarbeitungsvertragVerfügbar, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden

Open Source als eigene Kategorie

Ein Teil der Suchenden fragt gezielt nach einer Open-Source-Alternative – nicht aus Prinzip, sondern weil Quelloffenheit eine zusätzliche, unabhängige Prüfbarkeit verspricht: was das Tool tut, steht im Code, nicht nur in der Datenschutzerklärung. Das ist ein legitimer, eigener Anspruch, der sich nicht automatisch mit „kostenlos“ oder „DSGVO-konform“ deckt – ein kostenloses, geschlossenes Tool kann datensparsam sein, ein offenes Projekt kann trotzdem Cookies setzen. Wer Quelloffenheit als hartes Kriterium hat, sollte gezielt danach filtern, statt sie stillschweigend bei jedem kostenlosen Tool vorauszusetzen.

Eigene Domain und was das mit Datenschutz zu tun hat

Ein Teil der Suchanfragen zielt auf eine eigene Domain statt der geteilten Adresse eines Anbieters – nicht aus Datenschutzgründen im engeren Sinn, sondern weil eine eigene Domain die eigene Marke stärkt und die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter verringert. Trotzdem berührt das Thema Datenschutz indirekt: eine eigene Domain ändert nichts daran, wo die Daten am Ende tatsächlich verarbeitet werden, nur wie die Adresse in der Browserzeile aussieht. Wer beides will – eine eigene Domain und eine saubere Antwort auf die vier Prüfpunkte oben – sollte beide Fragen getrennt stellen, statt anzunehmen, dass die eine die andere mit erledigt.

Warum kostenlos und datensparsam nicht automatisch zusammengehören

Ein verbreiteter Denkfehler: ein kostenloses Tool müsse sich durch Werbung oder den Verkauf von Nutzerdaten finanzieren, ein bezahltes Tool sei automatisch datensparsamer. Beides stimmt so pauschal nicht. Ein kostenloses Tool kann datensparsam sein, wenn die eigentlichen Kosten – Hosting, Speicherung – ohnehin gering sind und das Geschäftsmodell woanders ansetzt, etwa beim Verkauf physischer Produkte statt eines Abos. Umgekehrt schützt ein bezahltes Abo für sich genommen vor gar nichts, wenn die Datenschutzerklärung dieselben vier Fragen von oben unbeantwortet lässt. Der Preis eines Tools ist kein verlässlicher Hinweis auf seinen Umgang mit Daten – die Antworten auf die konkreten Fragen sind es.

Der Rest des Profils

Die Datenschutzfrage ist der Ausgangspunkt, aber am Ende soll die Seite auch funktionieren – mit Kontaktdaten, Öffnungszeiten und den Links, die ein Unternehmen tatsächlich braucht. Was ein Bentap-Profil dabei an Bausteinen bietet, steht auf der Features-Seite, die Themes mit geprüftem Kontrast auf der Themes-Seite, und Antworten auf technische Detailfragen liefert die Hilfe. Warum das Ganze kostenlos bleibt, statt später in ein Abo-Modell zu wechseln, steht im Beitrag „Warum Bentap kostenlos ist“.

Eine Linktree-Alternative mit DSGVO im Blick zu suchen heißt nicht, dem erstbesten Anbieter mit deutschem Impressum zu vertrauen – es heißt, bei jedem Kandidaten dieselben vier, fünf konkreten Fragen zu stellen und die Antwort schriftlich zu haben, nicht nur behauptet. Wer diese Fragen einmal für ein Tool durchgeht, kann dieselbe Checkliste bei jedem künftigen Anbieterwechsel wiederverwenden, statt jedes Mal wieder bei null anzufangen.

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